Freitag, 23.01.2026 - Tag der großen Wahrheit
Lange haben wir uns auf diesen Tag vorbereitet, sowohl der Tag der praktischen Prüfung als auch der Sportklausur.
Mit dem warmen Frühstück am frühen Morgen gesättigt, machten wir uns auf dem Weg zu unserer altbekannten Skipiste Ankogel, nachdem wir die letzten zwei Tage auf dem Mölltaler Gletscher unsere Fähigkeiten auf Skiern festigen konnten, obwohl viele die ausgeschilderte blaue Familienpanorama-Piste eher als dunkelblau-rötlich empfanden und anfängliche Schwierigkeiten hatten.
Umso mehr stieg unser Selbstbewusstsein unser Können auf unserer Heimpiste unter Beweis zu stellen.
Nach der täglichen Erwärmung banden wir die Skier, das nun wesentlich schneller ging als vor sechs Tagen und fuhren uns ein, um bestmöglich bei der praktischen Prüfung abschneiden zu können. Nachdem wir unsere Muskeln auf die anstehende sportliche Belastung vorbereitet hatten, wie wir so schön für den theoretischen Teil gelernt hatten, wurden wir individuell nach unserem Leistungsstand in zwei Gruppen eingeteilt, um die Prüfung zu absolvieren. Während die erste Gruppe unter Beobachtung stand, konnte sich die zweite Gruppe weiterhin vorbereiten.
Die praktische Prüfung bestand darin, zum einen mit dem Bügellift die linke Piste sicher und kontrolliert, aber auch in einem anständigen Tempo in großen und kleinen Kurven unter besonderer Berücksichtigung der parallelen Skistellung hinunterzufahren und sich mit einem sauberen Bremsschwung in der Reihe anzuordnen.
Beim zweiten Teil war die Aufgabe einen Menschenslalom dreimal zu durchfahren bis zum Bügellift, um die Lehrer auf der rechten Piste nochmals zu überzeugen, wobei besonders auf den Bremsschwung geachtet wurde. Unter Berücksichtigung der FIS-Regeln zeigten wir den Lehrern unseren Personalausweis, den zum Glück alle an dem Tag in der Jackentasche trugen.
Nach Vollendung der Prüfung genossen wir unseren letzten Skitag und konnten in mindestens Dreiergruppen frei fahren und trafen uns dann, um die aufwendige Choreographie der Profis zu begutachten, bevor wir die Skipässe abgaben und ungefähr zur Mittagszeit den Rückweg zur Sportalm bestritten, um dann nochmals die letzten Minuten auszunutzen, bevor die Klausur in Jogginghose und Schlabbersachen im Ausland geschrieben wurde.
Dann war es an der Zeit uns von unseren Skiern, die uns die Woche begleitet hatten, mit uns durch gute und schlechte Zeiten gedriftet waren und mit denen wir tolle Erfahrungen gesammelt hatten, zu verabschieden. Nicht nur diese, sondern auch die Pfandflaschen, welche sich bei allen die letzten Tage angesammelt hatten, verließen das Zimmer. Manche kauften für die anstehende lange Fahrt ein und andere verstauten das Chaos in den Koffern.
Um 19:00 Uhr aßen wir alle gemeinsam zum letzten Mal zu Abend, um auch mit vollem Magen und guter Laune unsere Gesangskünste in der Karaokebar zu präsentieren und den Abend und das Skilager feierlich ausklingen zu lassen.
Zwar verlassen wir den kleinen, aber feinen Ort Mallnitz, nehmen aber wertvolle Erinnerungen für das Leben mit, welche wir nicht vergessen werden.
Mithilfe der Geduld, Mühe und Hilfe unserer Lehrer Frau K. Franke, Herr Bögelsack und Herr Grützmacher, aber auch den Profis, können wir stolz behaupten, nun Skifahren zu können. Somit bedanken wir uns und freuen uns auf weitere einzigartige Abenteuer wie diese.

Pal S., Eve S., Sophia F.
